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Roti

unregistriert

1

Freitag, 23. Januar 2004, 12:42

Backtest vs. Virtueller Broker

Hallo,

ich habe heute das aktuelle BNP Heft gelesen und darin ist der Artikel 'Backtesting von Trading-Strategien für den Dax' von Hr. Schmidt abgebildet.

Nun, wenn Backtests so heikel sind und wenn die Kursschwankungen/Muster in der Zukunft so nicht mehr auftreten ist lt. BNP jedes System zum versagen verurteilt.

Meine Idee ist, sich das OrderPlus zu besorgen und anhand von realen Fill´s seine Intraday und/oder EoD Strategie zu testen.

Kann so ein 'Track-Record', glaube man sagt auch Papertraden, über einen bestimmten Zeitraum aussagekräftiger sein als ein noch so realistisch gehaltener Backtest?

Wer hat hier Erfahrungswerte?

Ich dachte das OrderPlus ist ja was für Intraday-Trader (IB ist ja Broker) und nicht für Positionstrader die über Hebelzerti mehere Tage die Position halten und das Orderaufkommen nicht hoch ist, oder vertsehe ich das Tool OrderPlus falsch, da es gerade Intraday Futures Tradern die Ordermenge komfortabel umsetzt?

Bei Trading mit Zerti´s muss man ja das Knock-Out berücksichtigen und ggf. sich immer wieder ein neues Zerti raussuchen, dies wird doch im OrderPlus nicht berücksichtigt??

Das OrderPlus kann doch nur die Futures abwickeln, da ich es nicht habe kann ich das auch falsch auffassen. Ein Einsatz von OrderPlus ohne RTT ist doch nicht möglich, also nur Investox XL mit OrderPlus! ??

Freue mich über praktische Erfahrungen von euch.

Grüße

Roti :)

Hans-Jürgen Männlich

Administrator

Registrierungsdatum: 10. Juli 2002

Beiträge: 1 712

Wohnort: Niedersachsen

2

Freitag, 23. Januar 2004, 12:53

Hallo Roti,
Order Plus kann man auch ohne RTT gut zum Testen einsetzen (auch von EoD-Strategien), da der Virtuelle Broker mit dem Simulator (=Berechnungstitel) läuft.
Zum Einsatz mit Zeris kann ich allerdings nichts sagen.

@AK:
evtl. wäre es sinnvoll, eine Demoversion von Order Plus zu ermöglichen und vielleicht als Beschränkung der Demo nur 1 Titel handeln oder simulieren zu können.
Viele Grüße,
Hans-Jürgen

Udo Männlich

Vize-Administrator

Registrierungsdatum: 30. August 2002

Beiträge: 8 155

Wohnort: Trade-Planet

3

Freitag, 23. Januar 2004, 15:31

Hallo Roti,

Zitat

ich habe heute das aktuelle BNP Heft gelesen und darin ist der Artikel 'Backtesting von Trading-Strategien für den Dax' von Hr. Schmidt abgebildet.

Nun, wenn Backtests so heikel sind und wenn die Kursschwankungen/Muster in der Zukunft so nicht mehr auftreten ist lt. BNP jedes System zum versagen verurteilt.


Mich verwundert es ein bisschen das die Aussage-DER BACKTEST SEI HEIKEL-gerade von S. Schmidt kommt!Es hat doch meines Wissens schon viele Systeme publiziert-aber so wie es sich hier darstellt, noch keins davon real gehandelt um zu erkennen das die KK eines virtuellen Systems von der Realität enorm abweichen kann..oder interprätiere ich die Aussage falsch?

In der Tat sind m.M. viele Systeme zum scheitern verurteilt wenn man es nicht von Zeit zu Zeit den veränderten aktuellen Gegebenheiten mehr oder weniger anpasst.Da die Börse in den wenigsten Fällen über längeren Zeitraum symetrisch ist, werden sich auch die Konstellationen der Kursmuster in Bezug auf xy hier und da ändern! Man könnte so was mit abstrakten Tests z.B. an einer Sinuskurve feststellen.

Zitat

Meine Idee ist, sich das OrderPlus zu besorgen und anhand von realen Fill´s seine Intraday und/oder EoD Strategie zu testen.


Bei einer EOD Startegie wird das vermutlich nicht viel bringen. Hier ist der Backtest schon "aussagekräftig". Man kauft/verkauft meist so wie im System eingegeben-sprich zum CLOSE oder CLOSE/OPEN Delay.Möchte man jedoch einen Level oder ein Break mit Return traden dann muss man ein EOD-SYSTEM intraday testen und das könnte sehr lange dauern-wäre aber der Realität am nähesten!


Zitat

Kann so ein 'Track-Record', glaube man sagt auch Papertraden, über einen bestimmten Zeitraum aussagekräftiger sein als ein noch so realistisch gehaltener Backtest?


Im Intradayhandel bei kleinen Komprimierungen,Returns und Levels auf jeden Fall!Das Ganze kann bis auf das "RISIKO" FILL-ausgereitzt werden!


Zitat

Ich dachte das OrderPlus ist ja was für Intraday-Trader (IB ist ja Broker) und nicht für Positionstrader die über Hebelzerti mehere Tage die Position halten und das Orderaufkommen nicht hoch ist, oder vertsehe ich das Tool OrderPlus falsch, da es gerade Intraday Futures Tradern die Ordermenge komfortabel umsetzt?


Man kann Order Plus so einsetzen wie man möchte. Im Grunde werden die Orders die Du setzen möchtest in ORM eingegeben und wenn das Signal erfolgt automatisch gekauft/verkauft/ausgestoppt, so das ORM in der Lage ist die komplette Kontrolle/Tardemanagement zu übernehmen!Ob das auf Basis: scalping,intraday,daily,weekly... spielt dabei keine Rolle!

Zitat

Bei Trading mit Zerti´s muss man ja das Knock-Out berücksichtigen und ggf. sich immer wieder ein neues Zerti raussuchen, dies wird doch im OrderPlus nicht berücksichtigt??


Der KO kann mit Sicherheitsstopps simuliert werden!Real ist es ja überflüssig weil die Position automatisch verloren geht.Man kann allerdings einen Sicherheitsstopp über das KO setzen um so noch ein bisschen was von einer Verlusposition zu retten-falls der Trade ausschliesslich von ORM überwacht wird! Eine KK für ORM ist lt. Herrn Knöpfel (Website) für die Zukunft geplant!Bislang kann man die KK grafisch z.B. mit EXCEL darstellen da die Tradehistorie in allen Einzelheiten automatisch aufgezeichnet wird..

Zitat

Das OrderPlus kann doch nur die Futures abwickeln, da ich es nicht habe kann ich das auch falsch auffassen. Ein Einsatz von OrderPlus ohne RTT ist doch nicht möglich, also nur Investox XL mit OrderPlus! ??


RTT ist nur für das sammeln von Intradaydaten vorgesehen und hat nichts mit ORDER PLUS zu tun! Wenn man bequem und ohne grossen Aufwand
Intradaysysteme simulieren möchte, dann ist RTT zu empfehlen-allerdings nicht zwingend notwendig, wenn man anderweitig die Daten einlesen kann.
ORM kann in der Regel sämtliche Tradeinstrumente abwickeln-wenn eine geeignete Schnittstelle zum Broker besteht!
Happy Trading

Wiwu Weiblich

Meister

Registrierungsdatum: 4. September 2002

Beiträge: 1 641

Wohnort: Neuenhagen b. Berlin

4

Freitag, 23. Januar 2004, 16:26

Hallo Roti,

ich habe mir Anfang Januar das Ordermodul genau zu dem Zweck zugelegt, für den Du es einsetzen möchtest.
Ich komme zeitlich aufgrund meiner anderen Aktivitäten aktuell nicht dazu, selbst hochfrequenten Intraday-Handel zu betreiben bzw. die Orderausführung permanent zu überwachen.
Ich setze das ORM so ein, wie es Hans-Jürgen schon kurz beschrieben hat. Nach der Entwicklung und den üblichen Backtests eines Handelssystems simuliere ich über einen Investox-Berechnungstitel einen Datenfeed und verfolge die Orderabwicklung und die Entwicklung des Depotstandes.
Ich habe inzwischen Simulationen auf EOD- und Intraday-Basis durchgeführt. Beides klappte gut. Bei den Intraday-Systemen sind realitätsnahe Tests möglich, weil das ORM auf Wunsch die Bid - und Ask Kurse (einschließlich Volumina) berücksichtigt.
Das größte Problem was ich in diesem Zusammenhang habe, sind ausreichend lange Bid- und Ask Historien. :))
Mein erstes Fazit ist, dass das ORM eine sinnvolle Ergänzung und Bereicherung bei der Bewertung von Handelssystemen aller Zeitebenen ist.

Nach erfolgter Trade-Simulation mit dem ORM bewerte ich inzwischen einige meiner Handelssysteme differenzierter, als ich das ohne das Modul getan habe.
Speziell ist mir das z.B. im Zusammenhang mit der Analyse der Drawdown-Phasen von Systemen aufgefallen. Ich habe festgestellt, dass ich in der Vergangenheit hier oder da dazu tendierte, die Relevanz einiger Drawdowns zu unterschätzen. Das galt besonders dann, wenn bei nicht optimierten Systemen nur wenige (größere) Drawdowns relativ nahe zu Systemstart auftraten. Den (vielleicht kleinen) Schlenker nach unten am Anfang einer schön steigenden KK zu sehen ist eine Sache. Praktisch nachzuvollziehen , wie Dein (wenn auch nur virtuelles) Depot in die Miesen rutscht und wie lange es dauert, bis Du mit dem System wieder Dein Startkapital erreicht hast, eine ganz andere. Halt doch irgendwie ein wenig praxisnäher und anschaulicher - finde ich jedenfalls.

Hilfreich kann das ORM auch sein, um die tatsächliche Kontogröße zu quantifizieren, die zum Durchhalten einer Strategie in der Vergangenheit erforderlich gewesen wäre.
Last but not least kannst Du mit dem Modul besser einschätzen, ob Du Gebühren und Slippage im Backtest realistisch kalkuliert hast und die Systemsignale lassen sich auch noch einmal gegenchecken.
Ich würde Deine Einschätzung teilen, dass das ORM auch ein Ersatz für Papertrading sein kann, wenn an Out of Sample Datenfeeds getestet wird. Hier spielt aber ganz sicher – wie auch beim Backtest selbst- die Qualität der Testdaten eine Rolle.
Den Artikel von Sebastian Schmidt habe ich gestern auch gelesen – da ist sicher mehr als ein Körnchen Wahrheit enthalten.
Praktische Tests in Bezug auf Zertifikate bzw. andere Hebelprodukte habe ich mit dem ORM auch noch nicht durchgeführt . Hier bin ich aber generell der Überzeugung, dass auf das Underlying getestet werden muß. Bei Index-Zertifikaten auf den Dax hätte ich so ad Hoc erstmal Zweifel, ob der FDAX wirklich das geeignetere Underlying ist.
Aber wie gesagt- das habe ich auch noch nicht getestet.

Soweit mein Fazit – ist wie gesagt nur mein erster Eindruck. Wenn sich was an meiner Einschätzung ändert, sag ich Bescheid.


Viele Grüße und schönes WE für alle

Roti

unregistriert

5

Sonntag, 25. Januar 2004, 23:18

OderPlus mit Zerti

Hallo Wiwu, Udo und Hans-Jürgen,

danke für eure Antworten, da wird mir einiges in Bezug auf OrderPlus klarer, nun ist doch unerheblich in welchen Zeithorizont man mit OrderPlus arbeitet. Doch wie Hans-Jürgen kurz anspricht wäre es für mich interessant zu erfahren wie man das OrderPlus in Verbindung mit Zerti/OS einsetzen kann bzw. simulieren (Berechnungstitel) kann.

Es könnte sein das man hier jede Woche wg. des KO-Level eine neue WKN hat, kann ich das im Virtuellen Broker manuell einpflegen um dann eine reale KK anhand des Fill´s mit dem Berechnungstitel zu bekommen?

Da man bei EoD keine Bid/Ask Kurse hat müsste zur Simulation auch Excel reichen wenn ich Udo richtig verstehe, der Backtest sagt aber auch schon einiges aus (da hast Du Recht) doch wie wird sich das ganze mit den Zertifiakten nach Abzug der Kosten (Spread) darstellen? Man sollte auch unbedingt den Sicherheitsstopp bei KO-Produkten einsetzen, daß kann u.U. sehr wichtig werden.

RTT ist also unabhängig von ORM einzusetzen, daß wußte ich nicht – danke.


Zitat

Original von Udo


In der Tat sind m.M. viele Systeme zum scheitern verurteilt wenn man es nicht von Zeit zu Zeit den veränderten aktuellen Gegebenheiten mehr oder weniger anpasst.Da die Börse in den wenigsten Fällen über längeren Zeitraum symetrisch ist, werden sich auch die Konstellationen der Kursmuster in Bezug auf xy hier und da ändern! Man könnte so was mit abstrakten Tests z.B. an einer Sinuskurve feststellen.



Genau darin liegt die 'Würze' des Themas Handelssysteme (wenn ich als Anfänger das mal so sagen darf) und deren praktischer Einsatz. Da man die Zukunft nicht kennt muss man zwangsweise Verlustphasen einkalkulieren und dem Handelsstil entsprechende Kapitalausstattung geben. Auch die Frage ab wann man sein HS wieder den Marktbedingungen anpassen sollte wird nicht immer befriedigend gelöst da man hinterher immer schlauer ist, mich würde hier das Durchhalten mehr interessieren od. einen Filter vorschalten?


Zitat

Original von Wiwu

Das größte Problem was ich in diesem Zusammenhang habe, sind ausreichend lange Bid- und Ask Historien.
Mein erstes Fazit ist, dass das ORM eine sinnvolle Ergänzung und Bereicherung bei der Bewertung von Handelssystemen aller Zeitebenen ist.


Da sehe ich auch als Knackpunkt, vor allem wo kriegt man diese in ausreichender Länge her? Man müsste bei KO-Produkten ja eine Art Endlos-Hebelzerti konstruieren, das gibt es aber in der Praxis nicht!? Backtest machen und ab dem Startpunkt der Simulation dann den Bid/Ask verwenden, diese sind dann auf jedenfall vorhanden, anders sehe ich keine Lösung.

Wie Wiwu richtig schreibt sollte das ORM eine differenzierte Betrachtung und Auswertung eines Handelssystems ergeben und Aufschluss über die prakt. Handelbarkeit zeigen, daß ist ja das was ich als Ziel habe.

Hr. Schmidt hat diesmal schön auf einige wichtige Punkte hingewiesen die ich in seiner Artikelserie nicht erwatet hätte, da stecken ein paar Körner Wahrheit drin, in der Tat.

Vielen Dank.

Roti :)

Gerasan

unregistriert

6

Montag, 26. Januar 2004, 11:59

Zitat


Original von Udo
In der Tat sind m.M. viele Systeme zum scheitern verurteilt wenn man es nicht von Zeit zu Zeit den veränderten aktuellen Gegebenheiten mehr oder weniger anpasst.Da die Börse in den wenigsten Fällen über längeren Zeitraum symetrisch ist, werden sich auch die Konstellationen der Kursmuster in Bezug auf xy hier und da ändern! Man könnte so was mit abstrakten Tests z.B. an einer Sinuskurve feststellen.


Ja, das trifft aber nicht bei jedem HS generell zu. Wenn man die Eingabeparameter des HS nicht fix vorgibt (z.B. DG = 9) sondern generisch (z.B. GD = halbe Vola), wird sich das HS automatisch den aktuellen Marktgegebenheiten anpassen(natürlich mit Verzögerungen und deswegen Verußtpasen). Bei NN kalappt das wohl nicht, weil die Gewichte einzelnen Neuronen fix bleiben.

Übrigens, bin neu hier. Habe mir gerade die Software gekauft. Ich finde hier alles super: die Software, den Support, die Forumsqualität, es macht Spaß in einer solchen Umgebung zu arbeiten. War früher bei Market-Maker,
dort war die Forumsgemeintschaft auch sehr gut (mit Moderator Martin Berger), der Support von MM und das Programm selbst(Der Modul Handelssysteme) liegt aber in der Steinzeit in Vergleich zu Investox.

Gruß Gerasan. 8:)

Martin

unregistriert

7

Montag, 26. Januar 2004, 20:01

Hallo allerseits,

auch ich habe mir in den letzten Tagen Gedanken darüber gemacht, wie ich realitätsnah mein Handelssystem testen kann und ob hierzu das Realtimetool oder Order Plus das geeignetere System ist und habe mich letztendlich für das RTT entschieden.
Ich bin der Meinung, daß das Order Plus den Aufwand etwas verringert aber für einen realen Backtest oder Handelssystemtest mit EOD - Daten nicht sehr geeignet und nicht weiters aussagekräftig ist als der Backtest im Handelssystem, da nur mit den EOD-Daten gerechnet wird.
Ich habe mir nun die Intraday-Daten des Dax in den letzten Tagen nähers angesehen und festgestellt, daß dieser z.T. zur Eröffnung innerhalb der ersten 3 Minuten um mehr als 30 Punkte anstieg. Wenn ich mich an meine letzte Order eines Dax-Zertis erinnere, wurde diese erst 2 .. 3 Minuten nach Eröffnung durchgeführt, obwohl ich diese vor Börsenbeginn aufgegeben habe - also weit entfernt vom Open! Da fängt doch bald jedes System an zu kippen, wenn ich dies in der Slippage berücksichtige.
Deshalb habe ich mich für das RTT entschieden, damit ich auf ein Dax-Ordersignal ein ausgewähltes Zerti testen kann. Die Kauforder soll dann mit den entsprechenden Verzögerungszeiten von 2 .. 3 Minuten durchgeführt werden, so stell ich mir das mal vor.

Nun eine Frage an die aktiven Daytrader:
Habt Ihr Erfahrung mit den Verzögerungszeiten von Kauforder bis zur Umsetzung. Sind die 2 ..3 Minuten eine Ausnahme gewesen oder ist dies normal?
Wird eine Dax-Future Order schneller (also mit geringerer Verzögerungszeit) als eine Zerti-Order durchgeführt?

Grüße Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Martin« (26. Januar 2004, 20:07)


Frieder

unregistriert

8

Montag, 26. Januar 2004, 20:36

Hallo Martin,
eine FDAX-Order läuft bei mir im Bereich "normaler" Volumina"( = 09:00 bis 12:00, 14:00 bis 17:00) ca. 1/10 bis 1/2 Sekunde, schätzungsweise. Das Ganze mit Ordermodul, T-DSL und Tick-Komprimierung.
Gruß
Frieder

Udo Männlich

Vize-Administrator

Registrierungsdatum: 30. August 2002

Beiträge: 8 155

Wohnort: Trade-Planet

9

Montag, 26. Januar 2004, 21:35

Hallo!

@ Roti

Zitat

Auch die Frage ab wann man sein HS wieder den Marktbedingungen anpassen sollte wird nicht immer befriedigend gelöst da man hinterher immer schlauer ist, mich würde hier das Durchhalten mehr interessieren od. einen Filter vorschalten?


Diese Frage wird m.M. deshalb unbefriedigent beantwortet weil man es einfach nicht beantworten kann!Es hängen zu viele (auch individuelle)Faktoren daran.Man kann so viel backtesten wie man will, aber es wird in erster Linie immer ein Backtest bleiben und niemand kann in die Zukunft sehen sondern durch geeignete Methoden die Wahrscheinlichkeit erhöhen das dies und das eintreten könnte-auch in Zukunft! Daher sehe ich beim traden das individuelle RISK,- und MONEYMANAGEMENT als sehr wichtig an.
Hier wird entschieden wieviel Drawdown man verkraftet und wie lange man einen Drawdown durchhalten kann.Ein Filter der ein versagendes System abfängt ist auf jeden Fall vorteihafter wie einen Drawdown auszusitzen.Allerdings kann auch der Filter so manchen unvorteihaften Ausstieg generieren-er muss eben gut abgestimmt sein.Was die Systeme betrifft, bietet Investox genügend Kennzahlen und Tools damit man aus der Historie das Maximum im Backtestbereich herausholen kann!


@Gerasan

Zitat

Ja, das trifft aber nicht bei jedem HS generell zu. Wenn man die Eingabeparameter des HS nicht fix vorgibt (z.B. DG = 9) sondern generisch (z.B. GD = halbe Vola), wird sich das HS automatisch den aktuellen Marktgegebenheiten anpassen(natürlich mit Verzögerungen und deswegen Verußtpasen). Bei NN kalappt das wohl nicht, weil die Gewichte einzelnen Neuronen fix bleiben.


"In der Tat sind m.M. viele Systeme zum scheitern verurteilt wenn man es nicht von Zeit zu Zeit den veränderten aktuellen Gegebenheiten mehr oder weniger anpasst."

Es ist das Wörtchen VIELE zu beachten..;) Man müsste sich aber vor einer weitern Diskussion erst einmal auf ein System verständigen dass Deine Aussagen unterstützt,denn sonst befürchte ich das wir voneinander vorbeireden. Bei NNs ist komplette der Ablauf bis zum Output anders zu bewerten.Während des Trainigsprozesses reagiert das NN-System auf gewisse Fakts indem ständig die Gewichte oder Verbindungsstärken zwischen seinen Schichten justiert um damit zu erreichen das eine möglichst hohe Korrelation zwischen seinem und dem erwünschten Output zu maximieren. Aber auch hier stellt sich natürlich die Frage: Wie lange ist das NN stabil?...
Happy Trading

Martin

unregistriert

10

Montag, 26. Januar 2004, 22:08

Hallo Frieder,

das ist ja verdammt schnell, da kann man ja nahezu zum Open kaufen und den Backtest des Handelssystems verwenden.
An welcher Börse handelst Du? Ich hatte damals die Order in Stuttgart aufgegeben.
Wenn Du das Ordermodul von Investox verwendest, dann bist du vermutlich bei IB?

Vielen Dank für die Info.

Grüße Martin

Frieder

unregistriert

11

Montag, 26. Januar 2004, 22:37

Hallo Martin,
ich trade "natürlich" über IB, der FDAX läuft dort über DTB. Ich bekomme intraday häufig per Ordermodul eine "slippage" per limit-order von minus 0,5!
Gruß
Frieder

Steff

unregistriert

12

Mittwoch, 28. Januar 2004, 09:34

Hallo zusammen,

@ Martin:
Um Mißverständnissen vorzubeugen: Frieder handelt den FDAX, hier werden vor Börsenbeginn aufgegebene Order auch tatsächlich zum Open ausgeführt. Wie ich deinem Posting oben entnommen habe, basiert dein Backtesting aber auf dem DAX-Index, hier ist der Open-Kurs niemals real handelbar, die um einige Minuten verzögerte Ausführung war also kein Zufall.

M.E. stellt ein Test mit dem Ordermodul nur eine unbefriedigende Lösung dar, da der genaue Eröffnungszeitpunkt beim DAX nicht exakt bestimmt werden kann, Differenzen von 10-20 Punkten, evtl. sogar mehr, können nicht vermieden werden.

Ich rate dir stattdessen den FDAX fürs Backtesting zu verwenden, die Emittenten ziehen zur Kursfeststellung von OS u. Zertifikaten ebenfalls den FDAX heran.

Viele Grüße
Stephan

Roti

unregistriert

13

Mittwoch, 28. Januar 2004, 18:56

Open-Kurs

Zitat

Original von Steff

M.E. stellt ein Test mit dem Ordermodul nur eine unbefriedigende Lösung dar, da der genaue Eröffnungszeitpunkt beim DAX nicht exakt bestimmt werden kann, Differenzen von 10-20 Punkten, evtl. sogar mehr, können nicht vermieden werden.

Ich rate dir stattdessen den FDAX fürs Backtesting zu verwenden, die Emittenten ziehen zur Kursfeststellung von OS u. Zertifikaten ebenfalls den FDAX heran.



Hallo Steff,

das ist schon klar, aber liegt das nicht in der Natur der Sache? Wann und welcher Eröffnungskurs ist mir doch vor Börsenbeginn nicht bekannt, dafür sollte man eine gewisse 'Spanne' beim Open einrechnen? Egal ob Backtest od. OrderPlus mit Virtuellem Broker (für´s Testen gedacht), das Risiko hat man immer wenn ich´s richtig verstanden habe?

Oder eine LimitOpenOrder, wenn es sowas überhaupt von den gängigen Brokern gibt, aber dann ist man unter u.U. nicht beim Open dabei!?

Der Emi zieht natürlich den Future heran, das stimmt - ein Backtest od. 'Forward-Test' mit dem Index ist daher nicht so sinnvoll.

Gruß

Roti :)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Roti« (28. Januar 2004, 18:59)


Steff

unregistriert

14

Mittwoch, 28. Januar 2004, 22:03

Hallo Roti,

das Problem beim DAX-Index ist daß der in der Datenhistorie ausgewiesene Eröffnungskurs nie gehandelt wurde, im Gegensatz zum FDAX.

Beim Index wird bereits ein Kurs gestellt, wenn noch nicht alle Titel des DAX 30 eröffnet haben. Diesen Kurs bekommt man aber bei keinem Instrument, das den DAX als Underlaying hat.
Das hat zur Folge das bei einem Backtest im einem Kurs gerechnet wird, der von einem handelbaren Kurs (der erst Minuten später gestellt wird) oft meilenweit entfernt ist.

Viele Grüße
Stephan

Udo Männlich

Vize-Administrator

Registrierungsdatum: 30. August 2002

Beiträge: 8 155

Wohnort: Trade-Planet

15

Donnerstag, 29. Januar 2004, 09:34

Hallo Stephan+Roti,

zur Kursfeststellung zieht der EMI den FDAX heran und sichert sich auch über diesen ab!Daher ist es korrekt-wie Du schreibst-wenn man zum Open
mit einem System einsteigt, die Preisfeststellung am FADX zu verwenden.Ein HS kann man aber auch auf den DAX erstellen das die Berechnung des EMI den Spread beinahe egalisiert-sprich das HS wird nicht unwesentlich schlechter/besser wenn man es auf den DAX erstellt. Was letztendlich zur Preisbildung des Zertifikates führt ist ein "eigenes Modell" des EMI das sich preislich zwischen DAX und FDAX befindet.

Ausserbörslicher Handel:

Hier wird die Preisfeststellung ausschliesslich auf eigene "virtuelle Modelle" erstellt und jeder EMI hat seine eigenes Konzept dies zu berechnen! Von korrekter Preisfeststellung kann somit nicht mehr die Rede sein...
Happy Trading