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Frank

unregistriert

1

Donnerstag, 23. Oktober 2003, 15:09

Order-routing-tool

Hallo Herr Knöpfel,

da Sie ja z. Z. an einem order-routing-tool programmieren, möchte ich Ihnen gerne aus unserer Praxis folgende Info geben:

Da order-routing-tools meist im day-trading eingesetzt werden, ist die Möglichkeit, das Weiterleiten der Order in gewissen Zeitintervallen(automatisch) zu unterbrechen, sehr wichtig.

Wir arbeiten schon seit längerem mit order-routing-systemen und haben die Erfahrung gemacht, dass es im maximalen Fall bis zu 8 (acht) unterschiedliche Zeitintervalle pro Handelstag gibt. Dabei muss das System zu- und abgeschaltet werden, um Verluste durch eintretende Gaps - meist bedingt durch Nachrichten - auszuschliessen.

Zum Beispiel: US-Erstanträge für Arbeitslose 14.30 Uhr
Erföffnung US-Aktien-Markt 15.30 Uhr ...usw.

Folgerung:

Handle nicht zwischen 14.29 udn 14.35 Uhr
Handle nicht zwischen 15.29 und 15.35 Uhr
Handle nicht mehr nach 18.55 Uhr ...usw.

Es hat sich gezeigt, dass eine Zeit-Eingabe zum Aussetzen des order-routing für das laufende und das darauffolgende Monat im vorab von grossem Vorteil ist.


Grüsse

Frank

Investox

Administrator

Registrierungsdatum: 31. August 2002

Beiträge: 5 573

2

Donnerstag, 23. Oktober 2003, 15:33

RE: Order-routing-tool

Hallo,

vielen Dank für Ihren Hinweis. Dieses "Problem" besteht im Prinzip doch auch unabhängig vom Order-Routing, also auch, wenn man die Orders manuell aufgibt. Es genügt dann ja auch nicht, das Ausführen von Orders auszusetzen, sondern offene Positionen sollten gflls. geschlossen werden.
Dies alles ist aber daher eigentlich Aufgabe des Handelssystems selbst und sollte dort definiert werden - oder sehe ich dies falsch?

Viele Grüße
Andreas Knöpfel

Udo Männlich

Vize-Administrator

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3

Donnerstag, 23. Oktober 2003, 15:39

Hallo Herr Knöpfel,

ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hinweisen das es wichtig wäre unter "INTRADAY" mehrere Handelszeitblöcke als Hardcode anzubieten! Ich habe die Erfahrung gemacht, das DATE PART im Ticksystem zusätzliche Rechenpower schluckt die dringend wo anders benötigt wird!
Happy Trading

Udo Männlich

Vize-Administrator

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4

Freitag, 24. Oktober 2003, 08:50

Hallo Herr Knöpfel,

ich finde den Vorschlag von Frank durchaus sinnvoll. Klar ist es Aufgabe des Systems selbst auszusteigen aber ich denke Frank meint hier tägliche Termine die man zwar im voraus bekannt sind (die meisten und wichtigsten zumindest) aber aufgrund der Masse vielleicht erst vor Börsenstart für den aktuellen Tag eingetragen werden.

Wie soll man sie EINFACH und SCHNELL in das HS "transportieren"? Man müsste 5-6 Zeitblöcke mit DATE PART definieren und die jeden Tag, je nach Terminologie,das Ganze umschreiben was meiner Ansicht nach umständlich ist. Besser man hat dann im OR-Modul hardgecodete Zeitblöcke (siehe INTRADAY) die den Handel des Systems-so wie es Frank beschrieben hat-unterbrechen/unterbinden und keine Signale an die Plattform liefern. So muss man nicht jeden Tag im HS neue Eingaben machen und ständig neu programmieren.
Happy Trading

Investox

Administrator

Registrierungsdatum: 31. August 2002

Beiträge: 5 573

5

Freitag, 24. Oktober 2003, 11:23

Hallo,

Zitat

Wie soll man sie EINFACH und SCHNELL in das HS "transportieren"?


Legen Sie sich einen Anwenderindikator an, der dies berechnet. Sie sollten übrigens dabei DatePart() mit calc definieren und nicht etwa mehrfach in der Formel bringen.
Dann müssen Sie für alle Handelssysteme nur einmal am Tag diesen Indikator anpassen (anstatt die Einstellungen im Ordermodul, was ungefähr den selben Aufwand bedeutet).
Ein sinnvoller Backtest kann mit einem solchen System, wo sich die Handelszeiten jeden Tag ad hoc ändern allerdings nicht durchgeführt werden.

Viele Grüße
Andreas Knöpfel

Hans-Jürgen Männlich

Administrator

Registrierungsdatum: 10. Juli 2002

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Wohnort: Niedersachsen

6

Freitag, 24. Oktober 2003, 11:56

Hallo zusammen,
ich bevorzuge das Ausklammern von Zeiten mit DatePart(), da man dann Zeiten realistischer ausschließen kann. Bei der Einschränkung der Handelszeit INTRADAY wird ein Trade ja zum Ende der eingestellten Zeit glattgestellt. Wenn man DatePart() benutzt, da reichen zur Berechnung 2 calc-Zeilen (Stunde und Minute), wird ein Trade erst durch eine Exitregel oder einen Stopp beendet und damit ist das Ganze realistischer. Oder beendet jemand z.B. einen Long-Trade, der gerade ins Plus läuft, nur weil um 12.30 Uhr die geplante Mittagspause beginnt?
Viele Grüße,
Hans-Jürgen

Steff

unregistriert

7

Freitag, 24. Oktober 2003, 12:16

Hallo zusammen,

Zitat

Oder beendet jemand z.B. einen Long-Trade, der gerade ins Plus läuft, nur weil um 12.30 Uhr die geplante Mittagspause beginnt?

Denkbar wäre hier vielleicht eine hardgecodete Funktion "Mittagspause".

Aber Spaß beiseite: Evtl. könnte zusätzlich eine Option "bestehende Positionen schließen" eingebaut werden.

Viele Grüße
Steff

Hans-Jürgen Männlich

Administrator

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8

Freitag, 24. Oktober 2003, 12:41

Zitat

Denkbar wäre hier vielleicht eine hardgecodete Funktion "Mittagspause".


:)).....und dann auch gleich noch "Kaffeepause" und "IchGehMalKurzInDenGarten-Pause" dazu....:))
Viele Grüße,
Hans-Jürgen

Steff

unregistriert

9

Freitag, 24. Oktober 2003, 12:59

Vielleicht ganz gut, daß Hr. Knöpfel nicht alle unsere Vorschläge umsetzt.... ;)

Udo Männlich

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10

Freitag, 24. Oktober 2003, 13:57

Hallo,

es geht ja nicht um Mittags,-und Kaffepausen sondern um Wirtschaftsnachrichten die im laufe des Tages anstehen..:D Na gut, man kann natürlich auch alles schreiben..Kein Problem..warum auch nicht?? :D
Aber ich persönlich halte es auch für gut, wenn der "direkte Draht" zur Handelsplattform unterbrochen wird...

Ausserdem wären Hardcodes ja viel zu einfach..;)
Happy Trading

Hans-Jürgen Männlich

Administrator

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11

Freitag, 24. Oktober 2003, 15:09

Hallo Udo,
es ist eigentlich egal, um welche Zeiten es geht, um Mittagspause oder Pause wg. Nachrichten ist hier nebensächlich. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, wenn man an den Auto-Trader denkt, dass man den Kollegen auch mal abschalten kann. Das Deaktivieren eines HS kann man ja jetzt schon über die Aktualisierung regeln. Die Frage, die sich jetzt auftut ist, wie reagiert ein automatisches HS darauf? Vermutlich reagiert es doch erst auf das nächste Signal und setzt erst dann wieder eine Order ab! Somit wäre das Problem der Pausen doch einfach und flexibel gelöst.
Viele Grüße,
Hans-Jürgen

Udo Männlich

Vize-Administrator

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12

Freitag, 24. Oktober 2003, 15:36

Hallo Hans-Jürgen,

was aber wenn man 5 HSse in unterschiedlichen Projecten laufen hat aber alle um die gleiche Zeit "stillegen" möchte und jeden Tag neue Zeiten eingeben muss/möchte? Muss man dann alle Projecte durchforsten um dann dort die Zeitregel zu ändern? Wenn ja wäre es nicht einfacher den Autotrader direkt anzusprechen wenn er bei ZEIT X aussteigen soll so das er als "Schaltzentrale" dient?

Weiterhin noch der Vorschlag das der Autotrader eine manuell zu betätigende "Notfunktion" bekommt mit deren Aktivierung alle offenen Positionen auf einen Mausklick sofort gecancelt bzw. geschlossen werden!
Ob man hier dann wieder alle über den Autotrader laufenden Systeme ansprechen sollte-wenn möglich,da es sich bei der funktion meist um ein "unvorhersehbares Ereignis" handelt!?
Happy Trading

Hans-Jürgen Männlich

Administrator

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13

Freitag, 24. Oktober 2003, 15:53

Hallo Udo,
die "Notfunktion" ist schon ok....aber der Rest geht doch schon. Wenn man die Automatische Aktualisierung z.b mit F2 ausschaltet, dann regt sich doch kein HS mehr!
Viele Grüße,
Hans-Jürgen

Investox

Administrator

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Beiträge: 5 573

14

Freitag, 24. Oktober 2003, 18:01

Hallo,

Zitat

Muss man dann alle Projecte durchforsten um dann dort die Zeitregel zu ändern?


Dies ist nicht nötig: dazu hatte ich ja oben einen Vorschlag gemacht.

Viele Grüße
Andreas Knöpfel

Udo Männlich

Vize-Administrator

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Beiträge: 8 155

Wohnort: Trade-Planet

15

Freitag, 24. Oktober 2003, 18:39

Hallo!

@ Hans-Jürgen

ich denke das der "NOTSTOPP" auch canceln auslösen sollte. Das ist ja mit F2 nicht machbar. Ausserdem habe ich aus Performancegründen (hohe CPU Leistung-vielleicht auch wegen des relativ schwachen Prozessors) oftmals Probleme über F2 ein System zu stoppen-gerade bei Ticksystemen wäre das aber wichtig da man doch mal mit mehr als einem Kontrakt im Markt sein könnte und Du kannst Dir sicher vorstellen wenn man mit 3 Kontrakten im FDAX ist das, man da schnell "nervös" wird wenn man in einer "Notsituation" nicht rauskommt und dann über die TWS aussteigen muss ist das Chaos perfekt!

@ Herrn Knöpfel

Danke für den Vorschlag. Ich bin der Meinung das man grundlegende Dinge, die nur eine Funktion haben welche sicherlich des öfteren angewendet wird, auch hardcoden kann. Klar kann man nicht alles hardcoden aber m.M. wären einige Sachen ev. effizenter und einfacher handzuhaben und vor allen würde es die CPU (die meines PCs ist eben nicht die schnellste) entlasten...

Es geht letztendlich nicht darum das man nicht programmieren möchte sondern darum das es man effizient und schnell-auch als Einsteiger- mit grundlegenden Funktionen arbeiten kann und nichts anderes sollte der Vorschlag darstellen!
Happy Trading

Frank

unregistriert

16

Freitag, 24. Oktober 2003, 18:56

RE: Order-routing-tool

Hallo Herr Knöpfel,

Zuerst allgemein

De technische Analyse hat in den letzten Jahren hervorragende Tools, z. B. Investox, hervorgebracht. Doch in puncto Order-Routing sind die meisten sehr jungfräulich. Wobei ein Order Routing Tool genau der Baustein ist, der den grössten Fehlerfaktor - die menschliche Psyche - bei der Kaufentscheidung im Handel ausschliesst.

Im Laufe der Jahre habe ich mit einigen technischen Analysten gearbeitet, die schlaue Bücher geschrieben haben. Geld an der Börse haben die wenigsten verdient. Um Gewinne zu erzielen, mussten die Handelssignale meist von unbedarften Händlern plaziert werden.

Ein Order Routing Tool ist daher ein sehr wichtiger Baustein;gleichzusetzen der Anwendung von Analysewerkzeugen oder einem guten money management. Es ist ein ergänzender Bestandteil des Systems "technische Analyse", das generierten Signalen eine präzise Einsatzdynamik gibt.

Zu Ihrer Antwort

Ein Handelssignal manuell zu plazieren, oder es elektronisch zu routen (vor allem im intra-day Handel (Swing trading, Scalping)) ist ein Unterschied:

Nachrichten, die starke Kursveränderungen auslösen, kommen A nicht immer zur selben Zeit und B nicht immer am selben Tag bzw. Datum.

Man müsste täglich bzw. monatlich alle Handelssysteme umprogrammieren (theoretisch möglich). Sicherlich ein ineffizientes Verfahren und sehr anfällig für Fehler.

Ich wüsste nicht, wie nachfolgendes Szenario in ein Handelssystem zu integrieren wäre, um einen Verlust zu vermeiden und ohne sich dem Risiko eines grossen draw-down auszusetzen.

Ein um 14:29:58 generiertes Kaufsignal im Bund F. wird geroutet.

Um 14:30 kommen im Abstand von Sekunden drei unterschiedliche Wirtschaftszahlen. Die erste ist negativ. Der Markt fällt um 50 Ticks, Stopps werden getriggert, und ein Verlust wird realisiert.
Dann kommen Nachrichten zwei und drei. Diese sind positiv. Der Markt steigt um 80 Ticks. Das Kaufsignal war richtig. Trotzdem wurde ein Verlust realisiert. Und das alles in 8 Sekunden.

Manuell eingreifen - keine Chance! Selbst mit professionellen Front-End-Tools wie X-Trader.

Da finde ich es besser, vor wichtigen Zahlen eine Order generiert durch ein Handelssystem, durch das Order-Routing-Tool in einem angemessenen Zeitabstand vom Handel auszusetzen bzw. offene Positionen zu schliessen.
Ein Routing-Tool sollte komfortabel sein, und die Möglichkeit einer langfristen Planung bieten.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Programmieren. Und uns ein super Order-Routing-Tool; vielleicht später auch anwendbar auf professionelle Front End Tools wie X-Trader von T.T. oder J-Trader von Patsystem. Übrigens: aus diesen Systemen wäre auch das Buch (Level II) auslesbar. Ein hoch interessanter Aspekt, kombiniert mit den Fähigkeiten Ihres neuronalen Netzes!

Grüsse Frank