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interessent

unregistriert

1

Dienstag, 4. November 2008, 15:31

Vorteile von Investox???

Hallo liebe Investox-Gemeinde,

wie euch mein Name schon verrät bin ich (noch) kein Investox-User - aber vielleicht bald.

Ich bin kein Börsenneuling sondern schon einige Zeit im Bereich CFD´s unterwegs und habe bei den einschlägigen Verdächtigen wie CMC oder IGMarkets getradet. Da ich auch dabei schon vornemlich nach Indikatoren getradet habe liegt eine Automatisierung des Handelssystems natürlich irgendwann nahe. Da es wohl keinen CFD-Broker in BRD mit API gibt werde ich zwangsweise auf Futures umsteigen.

Also habe ich angefangen im www nach entsprechender Software zu suchen und bin dabei eben auch auf Investox gestoßen.

Mich interessiert jetzt natürlich eure Meinung, was die Vorteile von IV gegenüber Neoticker, Tradestation, usw... sind. Es wäre schön, hier einige Eindrücke zu bekommen. Dafür schon mal mein Dank im voraus!

ist es möglich die Software auf einem gehosteten Rechner/Server bei einem SIP zu hosten? Ich möchte eigentlich vermeiden, für USV, Redundanz und back-up internet Verbindung selbst zu sorgen.

Ich weiß es sind eine ganze Menge Fragen aber vielleicht hat ja jemnd Lust und Zeit mir zu helfen.
Viele Grüße
Matthias

chied

unregistriert

2

Dienstag, 4. November 2008, 15:42

Hallo Matthias

nur kurz die Vorteile:

-Neuronale Netze
-Bedienungsfreundlichkeit
-Service
-Community
-Automatisches Ordermodul
-Einzig professionelle Handelssystementwicklungsplattform im deutschsprachigen Europa

Mir ist leider nichts bzgl. Fremdhosting bekannt. Das muss mal bisher wohl alles selber machen..

Viele Grüsse

Roger

MartinP Männlich

Meister

Registrierungsdatum: 13. März 2007

Beiträge: 685

Wohnort: Köln

3

Dienstag, 4. November 2008, 15:59

Hallo Mathias,

bzgl. des Fremdhostings kannst du dich gern an mich wenden. Ich habe mein Investox extern.

Gruß

Martin

interessent

unregistriert

4

Dienstag, 4. November 2008, 16:28

Danke, hätte nicht gedacht so schnell Antworten zu bekommen.

@MartinP: Da ich ja erst noch überlege die Software zu kaufen, würde mich interessieren was ich benötige um das ganze outzusourcen. Viel hoch sind die zusätzlichen Kosten ca.?

@chied: Was sind "Neuronale Netze" ?

Yoggi

unregistriert

5

Dienstag, 4. November 2008, 17:38

Hallo,

schau mal in diesem thread: Investox auf Rechner in externem Rechenzentrum. Da findest Du glaub ich erstmal alles zu externem hosting. Nach meinen Erkundigungen fallen ca. 80€ monatlich zusätzlich für einen Server an. Dagegen müsste man rechnen was man zuhause spart (Strom, USV, Internetversorgung). Ansonsten brauchst Du Investox und OrderPlus und wenn Du intraday handeln willst RTT.
Einen großen Vorteil von Investox finde ich dieses Forum, wo einem wirklich schnell und qualifiziert geholfen wird. Auch den Support von Knöpfel Software finde ich ungewöhnlich gut. Ich kann aber auch keinen Vergleich zu anderen Softwarepacketen anstellen, die Handelssystementwicklung und -automation ermöglichen.
Alles Gute
Yoggi

interessent

unregistriert

6

Dienstag, 4. November 2008, 18:14

danke für den link, hilft mir schon mal weiter. habe aber leider auch eine neue frage:

läuft das programm nur mit dem dongle?? oder wofür ist der?



ich denke, es gibt nciht viele hoster, die flexibel genug sind um den dongle am server anzustecken

testeritis der zweite

unregistriert

7

Dienstag, 4. November 2008, 19:23

Investox ja/nein


Mich interessiert jetzt natürlich eure Meinung, was die Vorteile von IV gegenüber Neoticker, Tradestation, usw... sind. Es wäre schön, hier einige Eindrücke zu bekommen. Dafür schon mal mein Dank im voraus!

Hallo,

wurde seit 2002 (also Beginn dieses Boards) immer wieder diskutiert und es gibt hierfür keine Patentlösung, genauso wenig wie es den perfekten Broker für alles gibt oder Datenanbieter für alle Märkte.

Was Investox auszeichnet wurde schon gesagt, es ist halt so ob es für DEINE Bedürfnisse brauchbar ist.

Mich stört im kleineren das Notebook-Benutzer USB-Dongle-Zwang haben und Inv XL Käufer Neuro-Netze Modul mitkaufen müssen und die ST Version kein Ersatz ist denn im Stop und MoneyManagement zu eingeschränkt, auch für EoD Trader zur XL Version und der große Nachteil bei Realtime-Anbietern bist quasi an Tai Pan und BIS gebunden oder IB, denn Tenfore gibt es bis heute kein Backfill, Frieder hat aber mal eine Serverlösung hier beschrieben. Auch das nur IB für Vollautomatics in Frage kommt ist bedauerlich, denn für alles hast immer eine Reserve - beim Broker nicht 8|

Dies ist nur meine persönliche Meinung, alles wurde schon öfter diskutiert (Suche benutzen).

und habe bei den einschlägigen Verdächtigen wie CMC oder IGMarkets getradet.

würde gerne deine Erfahrungen insbesondere bei Aktien und Rohstoffen speziell bei IG interessieren, auch deren Support und Orderqualität (Spread, Slippage und Kosten sowie Stopausführung) ... ..

über CMC liest sich es schon richtig gruselig, erzähl mal - danke

Einzig professionelle Handelssystementwicklungsplattform im deutschsprachigen Europa

tja, kommt drauf an was tradesignal enterprise und DySen (IQ-Trader) noch nachlegen, beim Charting ist tradesignal wohl vorne (wer wirklich alles braucht), klar für Handelssysteme wird es einsam um Inv XL, für Optionsfreaks allerdings nicht brauchbar so wie die anderen auch .. ..

Inv ist halt ein Nischenprodukt, sollte nie vergessen werden und so soll es auch bleiben, wenn es z.B. nur um Charting geht reicht auch ein Online-Tool was ordentlich für´s Charting umgesetzt wurde aus, denn die anderen Anbieter holen auf ;)

Yoggi

unregistriert

8

Dienstag, 4. November 2008, 20:30

läuft das programm nur mit dem dongle?? oder wofür ist der?


Ja, den braucht man für jeden Computer, auf dem IV laufen soll. Er authentifiziert die Lizenz, müsste also bei einem Hoster auch eingesteckt werden.
Yoggi

Lenzelott Männlich

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 30. Dezember 2002

Beiträge: 2 892

Wohnort: Giessen

9

Dienstag, 4. November 2008, 23:05

Ich setze IV schon relativ lange ein (so 4-5 Jahre).
Damals habe ich eine analyse aller Tools gemacht und micht für IV entschieden.
Für mich war einer der Gründe damals zum Kauf die NNs.

Heute ist das nicht mehr so wichtig, sondern ORM!

Ist zwar noch Verbesserungsfähig (zb. jeder Stop bekommt eine eigene ORM Routingeinstellung), aber Meister Knöpfel hat das für die nächste Version versprochen.

Tradestation wäre gar nichts für mich, die Jungs können kein Eurex handeln.
Und den ESTX50 finde ich schon ganz cool zum Traden.
If you think it´s expensive to hire a professional, wait until you hire an amateur.

interessent

unregistriert

10

Mittwoch, 5. November 2008, 10:20

Über Rohstoffe und Aktien bei den CFD-Anbietern kann ich ehrlich gesagt nicht viel berichten weil ich ausschließlich den Dax als Index trade.

Im grunde wäre ich auch gerne bei den CFD´s geblieben weil:
-niedrige Margins
-keine Gebühren(zumindest bei Indextrading)
-keine Kontogebühren
-Anbieter sitzen in Deutschland

Nachteile:
-Letztendlich sind es halt keine geregelten Börsen sondern die Anbieter selbst die den Markt "machen" (Market-maker-prinzip)
- furchtbare Software, zumindest bei CMC. Es ist eine Java Anwendung die bei längerem laufen eine riesige Auslagerungsdatei anhäuft, weshalb der Rechner dann mit der Zeit ganz schön langsam wird, was im richtigen Moment ja tödlich werden kann. Deshlab bin ich auch auf IGMarkets umgesteigen weil die einen Browserzugang haben.

Der Rest ist bei beiden ähnlcih: 2 PIPs Spread, keine Gebühren, Slippeage ist mir NIE passiert

Ein Unterschied ist noch das Prinzip der Margins:
-CMC verlangt stumpf 1% des Indexwertes und 1 Punkt ist 1€ wert
-IG verlangt Margin auf Basis des Deltas zwischen dem aktuellen Kurs und dem eingegebenen Stop-Kurses. Es gibt Kontrakte mit 1, 5 und 25€ Punktwert


1. Kann mir noch jemand sagen, was die "neuronalen Netze" sind?
2. Verbindet man sich zum IB Server nach USA oder stehen die in Deutschland?
3. Kann ich als technisch versierter Nicht-Programmierer mit vertretbarem Aufwand die Erstellung von Handelssystemen in ein paar Wochen erlernen?
4. Seid Ihr mit IB als Broker grundsätzlich zufrieden? (Auch wenn es wohl keine Alternative gibt)

Danke und Grüße
Matthias

MartinP Männlich

Meister

Registrierungsdatum: 13. März 2007

Beiträge: 685

Wohnort: Köln

11

Mittwoch, 5. November 2008, 15:04

@Interessent
Zu deiner Frage 1:
"Neuronale Netze" werden in manchen Bild-Zeitungs-änlichen Medien als sowas wie Nachbildung der Intelligenz eines Menschen dargestellt. Dabei handelt es sich tatsächlich um recht einfache mathematische Verfahren, die gut zur Mustererkennung eingesetzt werden können.
Wir als zukünftige Millionäre möchten z.B. den Kurs eines Indexes voraussehen. Dazu könnte man sich ein paar Einflußfaktoren aussuchen wie Close, gleichzeitigen Close-Wert einer Währung, den Umsatz usw. Diese Einflußfaktoren nimmt man dann und benutzt das mathematische Verfahren "neuronales Netz, um den Zielwert, z.B. den Close-Wert der Folgeperiode zu schätzen.

Ähnliches leistet eine einfache lineare Regression bei der zwischen die Punkte der Vergangenheit eine gerade Linie gezogen wird und für den gesuchten Wert schaut man dann, wo diese Linie dann steht. Neuronale Netze können solche Schätzungen zumeist viel besser. Aber, es ist entscheidend welche Inputs man verwendet und ... man muss wissen, wie neuronale Netze intern aufgebaut sein soll, also welche Parameter man in dem Modell dreht.

Vor der Verwendung durch "Herumspielen" solltes du dir bei Bedarf ein wenig Wissen darüber anschaffen 8) .

zu 3.
In ein paar Wochen kannst du viel schaffen. Aber es hängt von der Komplexität deiner HS ab, ob die Ergebnisse der HS und was wichtiger ist, die Ergebnisse in IB dem entsprechen was du erwartet hättest.
Schau hier im Forum mal, wie Mitglieder, die schon lange aktiv sind noch grundsätzliche Fragen stellen. Ich möchte mich dabei nicht ausnehmen.

Gruß

Martin

Lenzelott Männlich

Erleuchteter

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12

Mittwoch, 5. November 2008, 22:33

technisch versierter Nicht-Programmierer


Ich will niemanden abschrecken, aber ganz ehrlich, für jemanden der noch keine Zeile Programmcode geschrieben hat in seinem Leben aber einen Videorekorder bedienen kann (oder wie darf ich das technisch versiert verstehen ;) ) ist das nix.
Weder Investox noch Tradestation noch irgend ein anderes Tool zur Handelssystemerstellung. Das wäre wie einen Fahhradfahrer in ein F1 Auto setzen und sagen fahr mal los, hat auch nur Räder.
Und in ein paar Wochen wirst Du daher meiner Meinung nach nicht viel erreichen, es sei denn Du machst 12 Stunden am Tag nix anderes und hast einen ordentlichen Coach und im Vorfeld grundlegende Programmierkenntnisse (nicht der Videorekorder, gelle) erlangt.
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Udo Männlich

Vize-Administrator

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13

Mittwoch, 5. November 2008, 22:42

Hallo Kalli,

....noch irgend ein anderes Tool zur Handelssystemerstellung.

Ich denke das kann man so nicht sagen! Es gibt unter den ca. 300 Tools einige, bei denen man nichts programmieren muss und diverse funktionieren sogar.. :)
Happy Trading

Lenzelott Männlich

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14

Mittwoch, 5. November 2008, 22:49

Hallo Udo,

ok das kann schon sein, ich erhebe nicht den Anspruch bisher alle Tools getestet zu haben. Dann wäre ich so drauf: :wacko: 8o 8|
Aber für oben gennanten trifft´s dann schon eher zu, ohne if, and or etc. wirds damit definitv nix.
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interessent

unregistriert

15

Mittwoch, 5. November 2008, 22:58

Hallo Lanzelot,

if, nor, or usw.. sind kein Problem, aber das genau war ja die Frage.

Ich könnte wahrscheinlich sogar den Videorecorder mit hard-code programmieren wenn ich eine ausreichend große Referenz zur Verfügung hätte und die Programmiersprache auch für Kaufleute verständlich ist :S

Als dann noch eine gute Nacht

Udo Männlich

Vize-Administrator

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Beiträge: 8 155

Wohnort: Trade-Planet

16

Mittwoch, 5. November 2008, 23:28

Hallo Kalli,

man muss nicht alle Tools testen um das Konzept der einzelnen zu erkennen. Es gibt Produkte, die fordern tatsächlich Programmierkenntnisse vom feinsten, es gibt Mischprodukte und Softwares, bei denen man via Interface alles zusammenklicken kann. Die letztgenannten haben natürlich erhebliche Nachteile, da man von der Willkür des Software-Entwicklers abhängig ist! Dennoch gibt es unter diesen Produkten einige brauchbare und andere wiederum sind Schrott. Als Einsteiger bei Handelssystem-Software wird man im Genanntenbereich gute Tools und Schrott nicht unterscheiden können, da die Funktionen nach außen hin eher nichtssagend sind! Wenn man 20 unterschiedliche Softwareprodukte betrachtet, kann man mit Gewissheit 18 davon schon beim durchlesen der Funktionsanleitung beiseite legen da man erkennt, das das Prinzip nicht funktionieren kann oder die Testmöglichkeiten nicht ausreichend sind!

Investox stellt mit der Programmiersprache grundsätzlich (gemessen am restlichen Umfeld) eine sehr einfacher Sprache zur Verfügung. Gerade dann, wenn man mit Programmierung nicht vorbelastet ist, kann man sich relativ schnell einarbeiten! Auch TS beinhaltet meiner Meinung eine sehr einfacher Sprache. Visual Basic ist zwar eine sehr mächtige Sprache aber jedem auch lernintensiv! Als hauptberuflicher Trader verzichtet man eben gerne auf alles was sehr lernintensiv ist und nichts mit dem eigentlichen Hintergrund zu tun hat. Das sieht bei einem (kommerziellen) Systementwickler natürlich ganz anders aus. Genau auf diesen Umstand ziehen einige der Baukastensystem ab...
Happy Trading

Udo Männlich

Vize-Administrator

Registrierungsdatum: 30. August 2002

Beiträge: 8 155

Wohnort: Trade-Planet

17

Donnerstag, 6. November 2008, 15:04

Hallo,

eine Sache nach der verhältnismäßig wenig gefragt wird wenn es um Vergleiche oder Vorteile der Software geht ist, welchen Kontakt man zum Softwareentwickler hat und wie schnell Fehler ausgemerzt werden! Jede Software beinhaltet kleinere Fehler und da macht meiner Erfahrung nach keine einzige eine Ausnahme-egal wie sie heißt und für welchen Zweck sie angeboten wird. Bei einigen Software-Entwicklern, muss man sehr lange warten bis diese Fehler behoben werden. Schon der Kontakt zu den Entwicklern ist ein Spießrutenlauf. Hat man ihn endlich erreicht, stellt man fest das wochenlang nichts passiert! Der Vorteil bei Investox ist, dass die Fehler binnen kurzer Zeit behoben werden,man nicht eine halbe Ewigkeit warten muss und gute Kontakt Möglichkeiten zum Entwickler, Herrn Knöpfel und natürlich auch zum Supporter der Herrn Mestanza hat. Dieser (große) Vorteil wird sehr oft unterschätzt und man merkt man erst das man darauf hätte achten sollen, wenn man Hilfe braucht oder Fehler gefunden hat, die bereinigt werden müssen!
Happy Trading

MartinP Männlich

Meister

Registrierungsdatum: 13. März 2007

Beiträge: 685

Wohnort: Köln

18

Donnerstag, 6. November 2008, 16:43

Zur Erreichbarkei Entwickler:

Bisher habe ich ebenfalls über Herrn Mestanza sehr gute Erfahrungen gemacht.

Aber wenn's grundsätzlich um diese Frage geht sollte man sich ein gutes - also viel gelebtes - Open Source Projekt suchen. Dort sind Reaktionsgeschwindigkeit und Qualität erfahrungsgemäß am besten.

Gruß

Martin

upgap

unregistriert

19

Samstag, 8. November 2008, 11:23

CFDs...

hallo,

will nicht in eine eher OT (Anti) CFD Diskussion verfallen, aber ein
paar kurze Kommentare zu den vermeintlichen Vorteilen von CFDs kann ich mir nicht verkneifen:
(CFDs sind ein rotes Tuch für mich)

-keine Gebühren beim Indextrading:

Leider nicht wirklich.
Schon mal den Marketmaker Kurs vergleichen mit dem Realen ?
Bei C*C ist die Differenz beim Dax zwischen ca. 5 und 50(!) Punkten.
(50 ist zwar ein Extremwert zu Panik/Crashtagen im Oktober, aber trotzdem nicht ohne)
Leider nicht konstant pro Tag, sondern je schneller sich
der Markt bewegt/je höher die Vola, desto heftiger die die Differenz. (Heding des Marketmarkers)
Hab das mal konsequent für meine Dax Trades für ein paar Wochen verfolgt,
im Durchschnitt 10 Punkte pro Trade d'raufgezahlt, auf den FDAX umgelegt,
250€ pro Trade versteckte Gebühren.
Konstante Spreads gibt's dadurch auch nicht wirklich.
(in Wirklichkeit ist das eine versteckte Spreadausweitung bei schnellem Markt)
A bissi Zeitverzögert ist's obendrein ... Nehm mal an ich brauch nicht
zu erklären, wer da warum profiert.
Kann man zwar arbitrieren, aber nicht lange *g*
Von den exorbitanten Gebühren der Aktien CFDs nicht zu reden.

-niedrige Margins

mMn typischer Anfängerfehler, niedrige Margins als besonders toll/attraktiv zu sehen.
Unabhängig vom Hebel muß man genug Kapital für den Stop haben.
Und für sinnvolles Risc & Moneymanagement.
Beispiel: FDAX 100 Punkte Stop.
Das sind 2500€ Risiko, falls das 1% vom Depot sein soll, braucht man ein 250k Konto.
So, bei C*C benötigt man für ein FDAX-Pedant 1k Margin.
An der Eurex muß man derzeit 17k Initial Margin für den FDAX hinterlegen.
Bei obigem RM benötigt man *unabhängig* von der Margin 250k.
Also auch wenn man das mit CFDs nachbilden wollte.
(stimmt nicht bei extrem niedrigen Hebeln von z.B 1 aber ich hoffe der Punkt ist rübergekommen)
Die Margins der Future-Börsen sind ein sehr fairer/realistier Hinweis auf die Mindestkontogröße.
Wenn man den FDAX via CFDs nachhandeln will (also 25 Index CFDS a 1€ Punktwert),
braucht man IMHO ein Mindestkontogröße von 20k.
Die Sache mit der Mindestkontogröße ist natürlich ein Komplexe, die man nicht verallgemeinern kann.
Hängt nämlich von der konkreten Strategie und deren max. Drawndown uvm ab.
(den müßte man dann noch zum Margin dazurechnen)
Die Mindstgröße für ein CFD Konto *könnte* wegen der geringeren Margin
tätsächlich ein wenig geringer sein als für ein entsprechendes Futures Konto.
(meiner Meinung nach ist er aber den meisten Fällen ident, siehe obige Ausführungen).
Denke jedenfalls, der Unterschied der sinnvollen Mindestkontogröße für ein
CFD Konto das einen Future nachbildet zu einem Futureskonto ist i.d.R geringer als man denkt.
Konkrete Zahl: Ich hab noch kein FDAX HS hinbekommen/gesehen, daß eine Mindestgröße unter 35k hat
(pro FDAX Kontrakt).
Nochmals: Es wäre die gleiche Mindestgröße, wenn man das über CFDs handeln würde.

Anders: Wenn man ganz genau weiß was man tut, können hohe Hebel durchaus nützlich sein, keine Frage.
Aber Anfänger tun das selten, und daher sind sie mMn besonders für Anfänger mehr gefährlich als nützlich.
Oft wird mit CFDs begonnen, Totalverlust (wegen Overlevage) vorprogrammiert. (und auch zu hohen Gebühren bei sehr kleinen Konten;Minikonten haben ihre eigenen Tücken)
Wie war das nochmals mit Overlevarage und Bankenkrise ?
(offensichtlich hatten da sogar einige sogenannte/selbsternannte Profis ihre Schwierigkeiten damit)

-----

Anbieter sitzt in Deutschland

Jein.
Niederlassung in D: ja.
Das Konto und HQ ist trotzdem in London.

Mit den dortigen Regulierungen für Einlagensicherung.
bis 30k-Pfund 100%, bis 50k-Pfund 90%.
Also nur bis ca 50k€.
Nix da mit deutscher Einlagensicherung.

------------

Zu deinen genannten Nachteilen ist nichts hinzuzufügen :)
Unregulierte Mafia :)

Mir persönlich reicht das Marktrisiko.
Zusätzliches Marketmaker Risiko brauch ich nicht.
Der Vorteil des regulierten/fairen Markts der Future Börsen überwiegt für mich die wenigen Vorteile die CFDs bieten.
CFDs haben mMn im professionellen Bereich nix zu suchen.
Vorteile der CFDs wären aus meiner Sicht:
Soetweas wie E-Nanos gibt's nicht auf den Futures Börsen
(1$/€ Punktwert), sowohl aber bei manchen CFDs Anbietern.
Recht gut geeignet für erste Gehversuche mit Realmoney.
Entweder für neue Märkte oder überhaupt.
(Mit einem kleinen Konto)

Hab mit CFDs begonnen, kenne die Machenschaften vieler CFD Broker sehr genau.
Seit einiger Zeit bin ich auf Futures umgestiegen.
(E-Minis und FESX)
Kein Vergleich zu den grindigen CFDs.

BTW: Hab meine CFD Kontos noch immer, und zwar als Zockerkontos.
Um dort meinen Zockertrieb auszuleben ;-)
Für besonders halsbrecherische Trades.
Totalverlust oder 1000% oder so :)
Und aus Nostalgiegründen für meine Anfänge.

PS: Ich kenne einen CFD Anbieter mit API.
Nein, keiner mit Metatrader Anbindung.

PPS: Hab auch Erfahrung mit dem ach so seriösen Anbieter I* Markets.
Zwar deutlich besser als C*C, durfte aber nur 2 Monate lang Kunde sein.
Dann wurde ich gekündigt wegen Unregelmäßigkeiten in meinem Trading.
Welche Unregelmässigkeiten das waren durfte ich nie erfahren.
Tippe auf Profitabilität bzw Unregelmäßigkeiten bei ihrem Heding ;)

Upps, Sorry für die Überlänge.
Habe fertig mit CFD Bashing ...

hth, upgap

Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von »upgap« (8. November 2008, 13:01)


testeritis der zweite

unregistriert

20

Samstag, 8. November 2008, 13:04

offtopic CFD Anbieter

-niedrige Margins

mMn typischer Anfängerfehler, niedrige Margins als besonders toll/attraktiv zu sehen.
Unabhängig vom Hebel muß man genug Kapital für den Stop haben.
Und für sinnvolles Risc & Moneymanagement.
Beispiel: FDAX 100 Punkte Stop.
Das sind 2500? Risiko, falls das 1% vom Depot sein soll, braucht man ein 250k Konto.
So, bei C*C benötigt man für ein FDAX-Pedant 1k Margin.
An der Eurex muß man derzeit 17k Initial Margin für den FDAX hinterlegen.
Bei obigem RM benötigt man *unabhängig* von der Margin 250k.
Also auch wenn man das mit CFDs nachbilden wollte.
(stimmt nicht bei extrem niedrigen Hebeln von z.B 1 aber ich hoffe der Punkt ist rübergekommen)
Die Margins der Future-Börsen sind ein sehr fairer/realistier Hinweis auf die Mindestkontogröße.
Wenn man den FDAX via CFDs nachhandeln will (also 25 Index CFDS a 1? Punktwert),
braucht man IMHO ein Mindestkontogröße von 20k.
Die Sache mit der Mindestkontogröße ist natürlich ein Komplexe, die man nicht verallgemeinern kann.
Hängt nämlich von der konkreten Strategie und deren max. Drawndown uvm ab.
(den müßte man dann noch zum Margin dazurechnen)
Die Mindstgröße für ein CFD Konto *könnte* wegen der geringeren Margin
tätsächlich ein wenig geringer sein als für ein entsprechendes Futures Konto.
(meiner Meinung nach ist er aber den meisten Fällen ident, siehe obige Ausführungen).
Denke jedenfalls, der Unterschied der sinnvollen Mindestkontogröße für ein
CFD Konto das einen Future nachbildet zu einem Futureskonto ist i.d.R geringer als man denkt.
Konkrete Zahl: Ich hab noch kein FDAX HS hinbekommen/gesehen, daß eine Mindestgröße unter 35k hat
(pro FDAX Kontrakt).
Nochmals: Es wäre die gleiche Mindestgröße, wenn man das über CFDs handeln würde.

Anders: Wenn man ganz genau weiß was man tut, können hohe Hebel durchaus nützlich sein, keine Frage.
Aber Anfänger tun das selten, und daher sind sie mMn besonders für Anfänger mehr gefährlich als nützlich.
Oft wird mit CFDs begonnen, Totalverlust (wegen Overlevage) vorprogrammiert.

Hallo,

bin da ganz deiner Meinung bis auf sog. DMA-CFD Anbieter (bspw. IG) wo Du die Börsenkurse (Xetra 15,- EUR/Monat) abonnierst und dort dann zu den Xetra Bid/Ask traden sollst, was sagst Du zu DMA-CFD??

Es ist halt der Angriff auf die Optionsschein und KnockOut-Scheine (aka Hebelzertifikate/Turbo-Optionsscheine) Klientel den die CFD-Branche gestartet hat, dieser CFD-Markt ist noch unregulierter als die Emittenten :rolleyes:

Aber wer bspw. mit 5k beginnt was soll dieser Trader machen wenn er/sie den Dax handeln möchte?:

DMA-CFD
CFD
KnockOut Scheine
Optionsscheine
ETF auf Dax
Optionen (Eurex)
Mini FDax gibt es nicht

Ich sag dann spare bis Du das nötige Kapital hast oder trade einen anderen Markt der kleine Kapitalanforderungen hat?

Aber es gibt evtl. einen Emittenten der ein vielleicht vernüftiges Produkt für den Dax-Index Kleintrader mit Hebelwunsch hat:

http://www.hsbc-zertifikate.de/!GetDefaultIndexPage?&sessionId=i5WLK3XLjreOrfU6aXQFkKa7Dgivs6y4pTB&Lang=D&Country=germany&bookmark=true#CallEx%24Static%26Doc%3DXEndlosTurbos%24undefined

Zitat:
X-Endlos-Turbos
Wie Trader noch höhere Hebel auf den DAX® handeln können
Es sei vorweggenommen, dass Hebelprodukte, bei denen vorzeitig das Knock-out-Ereignis eintreten kann, in der Regel nur etwas für spekulative Anleger sind, die kurzfristig auf starke Kursbewegungen des Basiswertes hoffen, um möglichst schnell hohe Gewinne zu erzielen. Hohe Gewinnchancen treffen dementsprechend auf hohe Risiken (das eingetretene Knock-out-Ereignis entspricht einem Totalverlust), die Anleger nur verstehen lernen, wenn sie die Produkte auch wirklich kennen.
Anleger profitieren bei der Investition in X-Endlos-Turbos von einem verringerten Aufgeld und genießen infolgedessen auch höhere Hebel
Für Anleger, denen die Hebel klassischer Endlos-Turbos nicht genug sind, hat HSBC Trinkaus eine neue Form der Endlos-Turbo-Optionsscheine ins Leben gerufen, die sogenannten X-Endlos-Turbos. Anleger müssen bei der Investition in X-Endlos-Turbos durch ein verringertes Aufgeld weniger Kapital aufbringen als bei einem vergleichbaren Endlos-Turbo-Optionsschein und genießen infolgedessen auch höhere Hebel. Höhere Gewinnchancen bergen wie bei den meisten Investitionen aber auch höhere Risiken. Klassische Endlos-Turbo-Optionsscheine auf den DAX® können während der Handelszeit des DAX® von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr (inkl. Schlussauktion) ausknocken. Im Gegensatz dazu kann der X-Endlos-Turbo auf den DAX® zwischen 8.00 Uhr und 22.00 Uhr ausknocken (Knock-out Ereignis), d.h. während der Handelszeit des X-DAX® von 8.00 Uhr bis 9.00 Uhr und von 17.45 Uhr bis 22.00 Uhr sowie während der Handelszeit des DAX® von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr (inkl. Schlussauktion). Im Falle des eingetretenen Knock-out-Ereignisses erhält der Anleger genau wie bei klassischen Endlos-Turbo-Optionsscheinen den Knock-out-Betrag in Höhe von 0,001 Euro je Optionsschein.

Zusammenfassend bedeutet das, dass bei X-Endlos-Turbos auf den DAX® für die Bestimmung des Knock-out-Ereignisses demnach sowohl die Kurse des zugrunde liegenden DAX®-Performance-Index als auch die Kurse des X-DAX®-Index relevant sind. Im Vergleich zu herkömmlichen DAX®-Endlos-Turbo-Optionsscheinen ist das Risiko des Eintritts des Knock-out-Ereignisses bei dieser Ausgestaltung demzufolge größer, da der Zeitraum, in dem das Knock-out-Ereignis eintreten kann, erheblich länger ist als bei herkömmlichen DAX®-Endlos-Turbo-Optionsscheinen.
Zitat Ende.

Was meinst Du dazu, genauso schlecht wie alle anderen Produkte seit Jahrzehnten oder für Beginner bis das nötige Kapital aufgebaut ist durchaus einsetzbar??

Danke.

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