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HP1973 Männlich

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1

Mittwoch, 4. Januar 2012, 14:33

Erforderliche Hardware 2012

Hallo Investoxler!

In der Suchfunktion konnte ich leider keine aktuellen Posts zu diesem Thema finden ... die gefundenen sind schon etwas überholt und von daher möchte ich das Thema wieder "aufwärmen".

Mein Problem:

Der künftige Trading-PC soll über ausreichende Ressourcen verfügen, soll jedoch auch nicht der Overkill sein (vor allem wegen Preis ...)

Meine grundsätzlichen Parameter:

Zu handeln wäre momentan lediglich ein für mein Verständnis recht simples System (vor allem im "Vergleich" zu Euren Schilderungen/Systemideen/-umsetzungen)) das vielleicht auf 2 - 3 Märkten unter PositionSizing-Richtlinien zeitlich maximal im Markt sein soll, Pyramidisierung, Zeiteinheit mittelfristig intraday (d.h. also kein 5-TickSystem aber auch kein Overnight), Charakter: Trendfolger, TrailingStop, MasterSlave (uU auch 2-stufig).

Gedanken zur notwendigen Hardware:

Aktuelles Board (zB Asus Sabretooth (erscheint mir resistenter gegen Hardwaredefekte (aber ev. auch nur PR-Gag?)))

Core-i7 XYZ (hochfrequenter 4-Core, nicht zwingend eine derzeit überteuerte 6- oder nochmehr-Core-CPU)

Dementsprechend disqualifizieren sich mM auch sämtliche Dual-Core-Boards.

Grossdimensionierter Kühler für passenden Sockel (zb Skyte)

2 x SSD (1 SDD Betriebssystem (60 GB sollten reichen) und 1 SSD für RTT (60 GB sollten auch hier reichen))

X mal HDD (zusätzlicher Raid-Adapter für RAID 0)

oder alternativ NAS (gleich auch zentraler Punkt für RTT, Backup diverser Rechner, MultiMedia) - in diesem Fall dann natürlich nicht X HDDs im Traing-PC notwendig

ausreichend RAM

USV



Grundsätzliches Dilemma:

Reichen für den "Privattrader" eigentlich Standard-PC-Komponenten (wenngleich auch 24/7-taugliche HDDs notwendig sein sollten) wie in der obigen groben Auflistung oder bin ich mittelfristig mit Hardware der Kategorie "Workstation" oder "Server" besser beraten. Vor allem liebäugle ich auch mit einem Fernzugriff (Wake-On-Funktionalität) via VPN (oder ähnlich - da kenn ich mich nicht aus) - Aber benötige ich da gleich WorkStation-Dual-Board-Lösungen mit 2 schw***teuren Xeons und ECC-Rams, SAS-Platten, SLC-SDDs, redundatens Netzteil ... um gleich mal flockige EUR 5.000,-- aufwärts). Wie erwähnt liegt mein Fokus derzeit auf möglichst stabiler Hardware, die tendenziell 24/7 laufen kann, die eher schlanken Systeme selbst laufen dann eher zur MEZ-Handelszeit.

Danke für Euer Feedback.

Grüße von

Peter

Ganesha

unregistriert

2

Mittwoch, 4. Januar 2012, 16:35

Mir fehlt eine wichtige Angabe: Was willst Du denn machen mit dem Rechner? :-)

Zur Anzeige von Charts reicht auch ein iPad.
Zum Schreiben von RTT-Daten reicht eine Uralt-CPU. Aber dafür eine SSD am PCI-Bus.
Für EOD-Systeme reicht ein 0815-Rechner
Für 24/7-Betrieb ist IMO richtigen Server sinnvoll. Redudante und qualitativ hochwerte Komponenten sind doch nett.

...

HP1973 Männlich

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3

Mittwoch, 4. Januar 2012, 17:22

Anwendungsbereich

Hallo ganesha!

Danke für Dein flottes Feedback ...

... sorry, vielleicht hab ich's nicht genau genug beschrieben (und ich neige leider zu laaaaangen Posts die dann verständlicherweise keiner liest).

1.) Der Rechner sollte RTT 24/7 aufzeichnen (alternativ: abends down sein wenn der backfill am nächsten Morgen reibungslos funktioniert)

2.) Ein mäßg komplexes intraday-Handelssystem komplett autonom tagsüber durchhandeln

3.) Eine Remote-Möglichkeit wäre nett (um zB von unterwegs bei "Systemalarm" (wie der auch ausschaut) manuell das System auf flat zu stellen (Stop ist im Markt))



Zu den erwähnten "hochwertigen redundanten Komponenten" ... klar ist das nett und auch sinnvoll. Aber mir ist beispielsweise (Standard-Office-Betrieb, also KEIN TradingPC) noch NIEMALS ein Rechner irgendwie eingegangen, noch NIE HeadCrashes an HDD oder Netzwerke abgebrannt oder Lüfter kaputt gegangen und dann die CPU abgefackelt ...

Von daher scheue ich nicht die Investition (und ja, als solche sehe ich das) wenn sie sinnvoll ist. Ich möchte mir ungern eine Dual-Socket-Xeon Workstation, ECC reg. RAM > 20 GB, SLC-SSD am SATA6G für Betriebssystem und SLC-SSD am SATA6G für Programm(e) dann vielleicht noch eine RAID-Karte mit WD-Green X TB im Raid 0 ... usw. keine Ahnung was (ist jetzt eine mehr oder weniger sinnvolle brainstorming-Liste der Komponenten die mir gerade so einfallen ... zahl dann EUR 5.000,-- für das scharfe Teil .... und handle einen Trendfolger am SMI-Future bei dem (lt. Backtest (jetzt als Beispiel)) der MAX-Drowdown vielleicht einen Bruchteil der Hardware-Kosten ausmacht und der Einzel-Verlust (wenn jetzt wirklich mal das Standard-Netzteil kaputtet) da auf jeden Fall vernachlässigbar ist ...

Bei diesen Teilen ist's ja leider so, dass der JETZT-Ultra-High-END-First-Class Rechner in 2 Jahren von jedem Medion-PC um EUR 599,-- verblasen wird ....

Investieren .... JA gerne, aber ist ja nicht so, dass ich 30 Systeme in 5 Märkten 5 Instanzen und ADMG bis zum Abwinken handeln möchte ... und da suche ich solide Hardware (24/7) die noch ausreichend Luft nach oben hat ... (DER Pfennigfuchs bin ich jetzt nicht, wenn eine SSD um EUR 350,-- ein echter Bringer ist dann ist's dabei ... auch wenn eine HDD dann vielleicht nur EUR 150,-- kostet ... DIE EUR 200,-- sind nicht das Problem :) ... aber bei einer Server-/Workstation-Lösung "mit Power" reden wir ja nicht von EUR 200,-- Aufpreis ;( )

Grüße von

Peter

Bernd

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 5. Juni 2005

Beiträge: 3 846

Wohnort: Iringsweg

4

Donnerstag, 5. Januar 2012, 18:06

Hallo Peter

Soviele Frage, und Du armer Kerl kriegst keine Antworten. Ich greif mal ein paar Deiner Sätze raus und sag' was dazu.

Aktuelles Board (zB Asus Sabretooth (erscheint mir resistenter gegen Hardwaredefekte (aber ev. auch nur PR-Gag?)))

Mit Asus hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Speziell das zur Zeit sehr günstige Sabertooth X58 habe ich hier seit Mitte letzten Jahres sehr stabil laufen.

Was Langlebigkeit (die Amis nennen das gerne PR-Wirksam Military Strenght" usw.) betrifft, da gibt es tatsächlich grosse Unterschiede. Nach Deutscher Industrie-Norm würden wir das vor einigen Jahrzenhnten "Fertigungstoleranzen" genannt haben, klingt natürlich nicht so spektakulär. Speziell bei Motherboards sind es die Elkos und Polymer-Kondensatoren, welche die Lebensdauer nach oben begrenzen (googeln!, die gasen aus). Dazu spielen die Fertigungstoleranzen der Widerstände (SMD Technik auf einem Mobo heute) und der Ferrit-Kerne eine Rolle; die belasten die besagten Kondensatoren und natürlich die Integrated Circuits mehr oder weniger genau.

Hier bei Marken-Mobo Herstellern auf die Stichworte wie Military Strenght, Ultra Durable usw. zu achten, macht sehr viel Sinn.

Core-i7 XYZ (hochfrequenter 4-Core, nicht zwingend eine derzeit überteuerte 6- oder nochmehr-Core-CPU)

Du könntest ein Board aussuchen, auf dem Du aktuell einen günstigen Quad betreiben kannst, das aber bekanntermassen auch High-End CPU's (die man später vielleicht günstiger nachkauft und einfach reinsteckt) serven kann.

Das Sabertooth X58 hat so eines: sehr billig zu haben, Military Strenght, kannst nen i7-940 vom Flohmarkt reinstecken, aber auch die i7-990x CPU (welche ich grade montiert habe) mit 6 Cores und12 Threads und Overclocking Potential bis zum Abwinken (hab' ich hier in nem anderen Thread mal beschrieben; hatte das aber auf nem GA Board im Einsatz, mit dem ich nicht glücklich bin). Dazu ist es sehr tolerant beim Meomry; hat auch ne Bank Corretion Funktion.

Also günstig derzeit zum Aufbauen, Wachstumspfad bis jenseits Deiner Anforderungen trotzdem vorhanden, sowas solltest Du suchen.

2 x SSD (1 SDD Betriebssystem (60 GB sollten reichen) und 1 SSD für RTT (60 GB sollten auch hier reichen))

Für Deine Anforderungen reicht auch ne aktuelle 1TB WD Green Power mit 5400 U/Min. Wenn es ein bisschen High End sein soll: mit der M4-CT256M4SSD2 habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Günstig, 256 MB reichen für eine riessige 100GB Windows Home Partition, eine 75 GB RTT/IB Partition und 65GB Reserve Platz (den ich derzeit mit RTT/TPRT Realtime Daten fülle für meinen Aktien-Scanner).

X mal HDD (zusätzlicher Raid-Adapter für RAID 0)

Wir brauchen kein RAID auf dedizierten Maschinen; wegen dem Speed nicht (dafür ja die SSD), und was die Ausfallsicherheit betrifft, dafür brauchen wir eh ein Backup; denn meist raucht der RAID Controller vor der Platte ab (kein Witz) und dann sind die RAID Platten nutzlos, wenn man nicht just-in-time einen baugleichen Ersatz-Controller (bzw. wenn integriert: Mobo) ranschaffen kann. Also, nutzlos im heim- und semiprof. Umfeld. Im (wirklich) prof. Umfeld mit Hardware Support ab Hersteller sieht das völlig anders aus!

Tu lieber ne 1 TB Platte rein und mach da Backup drauf; kosten ja nix mehr, diese Platten. Das Backup kannst später sogar runterkratzen, wenn der PC physisch in wortes-sinne abgeraucht ist. Einfach in den neuen PC stecken oder in ne HD Docking Station. Das kriegste mit keiner RAID Platte aus dem Soho Lager hin! Und das professionelle Equipment in dem Bereich wird in diesem Umfeld hier keiner bezahlen wollen (bzw. können)!

Reichen für den "Privattrader" eigentlich Standard-PC-Komponenten (wenngleich auch 24/7-taugliche HDDs notwendig sein sollten)

Ja. Wie gesagt, Military Strenght.

oder bin ich mittelfristig mit Hardware der Kategorie "Workstation" oder "Server" besser beraten.

It depends. Wether you would like to drive your equipment at home or in an Rechenzentrum, later on. And if you schraubst Deine Komponenten selber zusammen (dafür hat man ja immer ein paar Ersatzteile an Lager liegen), oder ob Du immer auf fremde Hilfe angewiesen bist. In dem Fall Du noch höhere Ausfallsicherheit brauchst, weil es immer schwer ist, Handwerker zur rechten Zeit zu bekommen.

Vor allem liebäugle ich auch mit einem Fernzugriff (Wake-On-Funktionalität) via VPN (oder ähnlich - da kenn ich mich nicht aus) -

Das sind ja mal schon zwei Anforderungen in zwei Halbsätzen, die beide heutzutage unmittelbar nix mit Deinem neuen PC zu tun haben. Trenne das Thema ab (es sei denn wir reden nur von 19" Rackmaschinen). Wake-On-LAN kann heute jeder auf einem Mobo verbaute GB-Lan Adapter (den zu nutzen, brauchst Du aber so oder so weiteres Know-How) und für Fernzugriff gilt das gleiche (es sei denn, wir reden über Bulit in KVM-over-IP, aber das bist Du dann definitiv in der Preisliga der Server; es geht jedoch auch für SoHo PCs wesentlich billiger, im Rahmen der Möglichkeiten, die Deinem Anforderungsprofil entsprechen).

Also stell das Thema einfach zurück für später. Du bist hier in einem Bereich, bei dem Du bei Deinem vermuteten Kentnisstand den Wald (Deine Fragen) vor lauter Bäumen (möglichger Einzelantworten) nicht erkennen können wirst.

Eine Remote-Möglichkeit wäre nett (um zB von unterwegs bei "Systemalarm" (wie der auch ausschaut) manuell das System auf flat zu stellen (Stop ist im Markt))

wie vorstehend beschrieben; wir diskutieren hier um die Pflicht, die Kür kommt später.

noch NIEMALS ein Rechner irgendwie eingegangen, noch NIE HeadCrashes an HDD oder Netzwerke abgebrannt oder Lüfter kaputt gegangen und dann die CPU abgefackelt ...

ja. dann hast Du bisher nur mal gelegentlich PCs stundenweise benutzt. Shit happens. Very often.

ch möchte mir ungern eine Dual-Socket-Xeon Workstation, ECC reg. RAM > 20 GB

Ja nun. Kennst Du das Bild eines analogen Fernsehers, wenn kein Sender eingestellt ist? Nennen wir das Schneegeflimmere mal Reiter im Nebel. Wer reitet denn da? Es ist die allgemeine Hintergrunstrahlung, die man das sieht. Und: da ist sogar zu max. 1% die Resttrahlung des Urknalls dabei (!) Richtig, das kann man heute noch sehen. Leute, die von dieser Entdeckung erst aus der New-York Times erfahren haben, erhielten dafür vor Jahren sogar mal den Nobel-Preis (also gute Chancen, so ein Ding auch mal als Laie abzustauben, das gibt mir Mut).

Was das mit ECC zu tun hat? Man schätzt, dass aufgrund der Hintergrundstrahlung pro 24h Laufzeit 1 Bit in einem 1GB grossen Speicher umkippt. Dagegen sollen verschiedene Fehler-Korrekture-Modelle helfen. Ohne auf die Arten (ECC, buffered, registered und viele mehr) einzugehen: entweder hast Du ein Soho Board mit einem schnellen Prozessor ohne Fehlerkorrektur und bootest das einfach jede Woche, oder Du nimmst ein günstiges älteres Board mit Fehlerkorrektur, auf dem meist auch nicht die aktuellen CPUs laufen. Oder man nimmt wirklich richtig Geld in die Hand, wenn eine Maschine 7x24h über 12 Monate und mehr ohne boot laufen soll.

Wie problematisch das ist? Mein erwähntes Sabertooth X58 mit i7-990x und 12GB RAM hat noch nie einen BSOD gehabt, läuft aktuell 4 Wochen ohne boot (nächstens werde ich es schon aus den erwähnten statistischen Überlegungen heraus aber doch booten) und hat keinerlei Fehlerkorrektur.

Grafik-Karten: nimm zwei gleiche, passv gekühlte ohne grosse Verlustwärme; die Konfiguration ist dann für 4 Monitore gut. Wir brauchen für Investox keine Grafik-Power mit simuliertem Nebel ala Ego-Shooter ..

Netzteil: für das geschilderte System reicht ein 350 Watt Netztweil (aber auf Qualität achten, Eco-Sigel, kein Ostzonales Ding), und hat noch min. 50% Reserven.

Mit dem jetzt gesparten Geld bau Dir mindestens 2 Maschinen auf: es ist sinnlos, sich ne tolle Maschine für den Life Handel zu bauen - und dann auf der selben Maschine auch noch entwickeln zu wollen. Wenn Du hinreichend viel Pech hast, würde allenfalls mal ne Test-Order Life gehen! Ergo: Mehr-Maschinen Umgebung aufbauen und Aufgaben trennen! Schau mal im Forum, ich hab' mal was zu Investox und Aufgabentrennung ("das Investox Rechenzentrum") geschrieben.


PS: für Investox inkl. RTT reichen unter allen Umständen, die ich bisher gesehen habe, 8GB RAM; weil Du Sabertooth erwähnt hast und ich dann auf das X58 eingegangen bin: das Board hat Tripple Channel, daher sollte man 3 Module verbauen, in meinem Fall habe ich 3x 4GB Riegel für zusammen 89 CHF verbaut und habe noch andere drei RAM Sockel frei. So habe ich also 12GB RAM stecken, mehr schad' ja auch ned. Ach ja, W7 64 Bit (wegen mehr als 4GB) Professional (wegen dem Fernzugriff) ist eine gute Idee.

PS2: etwas moderner sind die Sandy Bridge Mobos. Die generischen Aussagen oben gelten natürlich da auch (Military Strength, Urknall usw.), aber hier muss man noch zusätzlich darauf achten, welche zum Chipsatz auf dem Mobo verbauten Grafikkarte man noch zusätzlich einbauen kann, wenn man mehr als 2 Monitore betreiben will; das hängt dann auch vom verwendeten Betriebssystem ab!, also ggf. hier ein Auge hinwerfen.


[Edit:] oh, langer Text, viele Tippfehlerteufelchen lauern
Gruss
Bernd

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Bernd« (5. Januar 2012, 19:42)


HP1973 Männlich

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Wohnort: Wien

5

Montag, 9. Januar 2012, 14:15

Klarheit schreitet voran ...

Hallo Bernd!

Vielen Dank für Deinen (wie immer umfangreichen) Input. (Dass manche Investoxler nicht sofort antworten nehme ich ja nicht krumm - so viele Fragen und noch mehr Antworten ... man kommt ja schnell mal von 100ste ins 1000ste ). Mange Dinge waren mir schon klar (zB Investox <> Call of Duty ... Grafikkartenpower!) aber so manches ist neu und hilfreich (ECC-RAM). Im Grunde denke ich schon, dass ich zumindest am Wochenende mal reboote (wenn nicht täglich (abends)) ... aber der Sicherheitsaspekt überwiegt ... ich werd's mir mal durch den Kopf gehen lassen :-).

Also vorerst vielen Dank für Deine Inputs ...

Grüße von

Peter

Arinest

unregistriert

6

Mittwoch, 17. April 2013, 23:53

Erforderliche Hardware 2013

Hallo,
ich würde gerne den Thread fortsetzen und nachfragen was für Hardware in 2013 angebracht wäre.

Meine Parameter:
Der neue Rechner ist nur für den Handel und das Daten sammeln zuständig.
Gehandelt werden 5 Futuresmärkte und für 20 Märkte werden Daten gesammelt. Rechner sollte aber auch den Handel von 10-20 Märkten problemlos "aushalten" können.
Es gibt derzeit ca. 3-5 Signale pro Tag. Berechnung erfolgt auf 1min Daten. Der Rechner sollte wiederum für die Zukunft auch sagen wir 20 Signale packen.
Re-Boot erfolgt eigentlich täglich, aber 24/7 bis zu einer Woche (höchstens 2) sollte möglich sein.

Ich hab mir einiges durchgelesen und das ist der Stand des angedachten Rechners bis hierhin:
Motherboard: ASUS SABERTOOTH Z77
CPU: Intel Core i7-3770 Box, LGA1155 (Sockel 1155)
RAM: 8GB (16?) DDR3 1600 MHz
Platte: Samsung SSD 840 250GB SATA 6Gb/s
Grafikarte: was einfaches
Netzteil: 350W
OS: Windows 7 64 Bit (Windows 8 64 Bit ??)

Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge wäre ich sehr dankbar.

Gruß,
Arinest

Lenzelott Männlich

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7

Donnerstag, 18. April 2013, 00:55

Ei Wei Potz Blitz. Was schreib ich denn da?!

Die Parameter Beschreibung hilft leider schon mal gar nicht weiter.
Wird "EndOfbar" ein Signal generiert oder wird Intrabar jeder Tick ausgwertet?!
Wie hoch ist die Aktualisierungsfrequenz?
Wieviele Systeme werden pro Markt gehandelt?
etc....

Ob ein Computer länger als 1-2 Tage stabil läuft hängt in der Regel nicht von der Hardware ab.
Alte Regel bei Windows Desktop Systemen: Reboot tut gut.
Nu ja mein Windwos Server sieht das in der Regel gelassener, lüppt auch gerne paar Monate durch, es sei denn Update zwingt zu reboot. -> allways weekend

8 oder 16GB. Nuja Investox ist oldschool und nix 64 Bit und spart in der Regel ganz gut beim memory usage.
8GB reicht aber 16GB kost nix daher 16GB.

Samsung SSD ist ok

Windwos 8 braucht kein Mensch
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Lenzelott Männlich

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8

Donnerstag, 18. April 2013, 01:00

Ach und dann komt da noch mein Lieblingsthema: der Strom ist weg, huch. :wacko:
Das Internet ist weg, arghhh. :wacko:

Wie ist die Kiste abgesichert?
Gibt es eine Redundante Interverbindung, falls Provider A wegfällt?
.....
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Lenzelott Männlich

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9

Donnerstag, 18. April 2013, 01:11

Meine Kisten haben im Rechenzentrum
  • Redundante USVs
    Redundante Dieselgenreatoren
    Redundante Internetanbindung
    Redundante Penisverlängerung ups, sorry

Kollege hat auch geglaubt dass sein RZ USV abgesichert wäre, wurde vorletzte Woche aber eines besseren belehrt, da gabs wohl ein SPOF in der Kette.
Rumms weg war alles. Knapp eine Stunde lang

Um das Konzept nicht mit einem SPOF zu konterkarrieren hat mein Blech natürlich ein redunantes Netzteil.

Ansonsten beliebte SPOFs übrigens noch: Router, Switche, ...
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Bernd

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10

Donnerstag, 18. April 2013, 07:19

Redundant ist immer gut. Aber nicht immer gilt: viel hilft viel.

Hatte da so ein interessantes Erlebnis vor ein paar Jahren in einem RZ. High-End, die hatten alles. Natürlich auch redundante USV,s, redundante Netzteile, redundante (!) Dieslgeneratoren. Und die haben ihr Zeug auch regelmässig mit Probeläufen in Schwung gehalten für den Tag X.

Der Tag X sah dann so aus: ein Techniker hat im regulären Turnus die Akkus gewechselt bei den USVs (Lebensdauer war am Ende). Ungeschickt wie er war, hat er mit irgendeinem Werkzeug einen Kurzschluss auf der Akku Linie einer USV erzeugt.

Was soll ich sagen, es hat das komplette RZ heruntergezogen inkl. der Mainframes. Aus die Maus. Ausfall für Stunden!

Bei einem Strom-Ausfall, ja da hätte alles funktioniert. Erst wären die USVs dran gewesen, in der Zeit wären die Diesel Generatoren hochgefahren usw. Aber ein simpler inside Kurzschluss, und die ganzen 100-tausende Investitionen in Hardware sahen alle voll alt aus 8o

Drum merke: man kann machen was man will, Murphy findet die Schwachstelle. Irgendwann. Immer.
Gruss
Bernd

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11

Donnerstag, 18. April 2013, 07:36

Apropos redundante Internet Verbindung, da hab' ich auch einen aus meinr Erlebniskiste.

Wieder ein teures RZ, mehrere redundante Anbindungen ans Internet. Hat aber an dem Tag nix geholfen, als ein Bagger den Schacht erwischt hat, in dem die Kabels der Provider zusammengelaufen sind :wacko:
Gruss
Bernd

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Lenzelott Männlich

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12

Donnerstag, 18. April 2013, 10:22

Apropos redundante Internet Verbindung, da hab' ich auch einen aus meinr Erlebniskiste.

Wieder ein teures RZ, mehrere redundante Anbindungen ans Internet. Hat aber an dem Tag nix geholfen, als ein Bagger den Schacht erwischt hat, in dem die Kabels der Provider zusammengelaufen sind :wacko:


Deswegen gehen ja in einem vernünftigen RZ die Anbindungen von mehreren Seiten hinein, statt einen künstlichen Bagger SPOF zu produzieren.
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HP1973 Männlich

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13

Donnerstag, 18. April 2013, 10:28

Redundante Internetanbindung

Hallo alle miteinander!

Weils grad so schön zum Thema passt und ich vor paar Tagen darüber gestolpert bin.

www.viprinet.com

Meiner Einschätzung zu Folge geht's hier darum die auch oben beschriebenen Probleme mittels Bündelung zu lösen (Festnetzleitungen unterschiedlicher Provider und Mobilfunk etc. werden zu 1 Leitung gebündelt). Klingt interessant, jedoch scheint es mir so auszuschauen, dass das nur für Unternehmen interessant ist die zB unterschiedliche Standorte ausfallssicher verbinden wollen ...

Heisst in Investoxisch: Die Gegenstelle müsste da direkt beim Broker sein (und ich kann das Teil ja schlecht bei IB in den Serverraum stellen).

Hat da jemand Erfahrung damit?

Korrekturen (fehlerhaftes Prinzipverständnis) natürlich ausdrücklich erwünscht :D

Grüße aus Wien sendet Euch

Peter

Bernd

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14

Donnerstag, 18. April 2013, 10:44

Deswegen gehen ja in einem vernünftigen RZ die Anbindungen von mehreren Seiten hinein, statt einen künstlichen Bagger SPOF zu produzieren.

Der SPOF war nicht beim RZ, da wurde ja auch nicht gebaggert; perfide, die Anbindungen gingen von verschiednene Seiten ein. Ein paar Kilometer weiter sah's halt anders aus.
Gruss
Bernd

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Arinest

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15

Donnerstag, 18. April 2013, 11:59

Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Was Strom (USV) und Internet (2.Provider) betrifft, so ist beides doppelt verfügbar. Sollte einmal auch diese doppelte Verfügbarkeit nicht ausreichen, bin ich zwar out, aber da die Stops sofort greifen, entstehen keine größeren Verluste. Lediglich mögliche entgangene Gewinne.

kurz zu den Parametern:
- es wird intrabar jeder Tick ausgewertet
- Aktualisierung jede Sekunde
- es wird auf 5 Märkten jeweils 1 System (long und short) gehandelt ( HW sollte 10 Märkte mit sagen wir 3 Systemen pro Markt schaffen)

apropos "Windows 8 braucht kein Mensch" - was braucht man? Windows 7? 32 Bit? Ich hab da keinen Plan.

Gruß, Arinest

Bernd

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16

Donnerstag, 18. April 2013, 13:20

Nimm W7 Professional 64 Bit. Auf keinen Fall 32 Bit.
Gruss
Bernd

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HP1973 Männlich

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17

Donnerstag, 18. April 2013, 17:32

Stops sofort greifen, entstehen keine größeren Verluste


Hallo Arinest!

Eine Frage (zwar off topic, dafür aber kurz ;) )

D.h. Das Ordermodul kann zB "Enter Long Limit Dax 7534 + Exit-Long-Stop Dax 7528" sozusagen in einem Aufwaschen generieren (d.h. keine Enter-Order UND ein paar Sekunden später die Stop-Order hinterher)?.

(Sowas in der Art schwebt mir nämlich auch vor - Einarbeitung ins Ordermodul ist jedoch noch ausständig ;( )


Grüße von

Peter

Lenzelott Männlich

Erleuchteter

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18

Donnerstag, 18. April 2013, 17:52

D.h. Das Ordermodul kann zB "Enter Long Limit Dax 7534 + Exit-Long-Stop Dax 7528" sozusagen in einem Aufwaschen generieren (d.h. keine Enter-Order UND ein paar Sekunden später die Stop-Order hinterher)?.


JA.
Sicherheitsstops mit Enterorder aufgeben heißt die Option im ORM.
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HP1973 Männlich

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Wohnort: Wien

19

Donnerstag, 18. April 2013, 18:01

Danke Lenzelott für die rasche Antwort ...

sten

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 6. September 2002

Beiträge: 2 879

20

Freitag, 19. April 2013, 12:55

Hallo,

Zitat

apropos "Windows 8 braucht kein Mensch"


Und was ist so furchtbar schlecht an Win8 ? Was ist das Killerargument gegen Win8?

Meistens sind die alten Win-Versionen dann ganz schnell weg vom Fenster und in 4 bis 5 Jahren möchte man den jetzigen top LivePC vielleicht noch als Installations-TestPC für Investox nutzen. Und das Investox-PC-Cluster ist besser zu warten/administrieren, wenn alle PC's möglichst das gleiche win-BS haben.

Viele Grüße
Sten